Steckbrief mit Film-Portrait
Hans Alfred Keller Schule, Siegburg

Schultyp

Grundschule

lernlog im Einsatz seit

2025

Lerngruppen

Ab der 2. Klasse

Warum wir uns in Richtung neue Lern-/Lehrkultur verändern wollten 
An der Hans Alfred Keller-Schule möchten wir eine Lern- und Lehrkultur gestalten, die den heutigen Anforderungen gerecht wird und unseren Kindern echte Selbst- und Lebenskompetenzen vermittelt. Unser Ansatz basiert darauf, Lernen nicht als frontal gesteuerten Unterricht zu begreifen, sondern als selbstverantwortlichen, reflektierten und individualisierten Prozess, der von den Kindern aktiv mitgestaltet wird. Dabei sind uns sowohl soziale als auch kognitive Fähigkeiten wichtig. Ob Teamfähigkeit, Problemlösekompetenz, kritisches Denken oder Selbstorganisation. 

In diesem Kontext ist für uns der Einsatz digitaler Lernwerkzeuge kein Selbstzweck, sondern unterstützt unsere pädagogische Vision: Kinder sollen lernen, ihren Lernprozess zu planen, zu dokumentieren und zu reflektieren und dies immer begleitet und wertschätzend, nicht ersetzt. Mit Lernlog haben wir genau ein Werkzeug gefunden, das diesen Wandel ermöglicht, weil es Lernen sichtbar macht, Transparenz schafft und dabei sowohl Lehrkräfte als auch Lernende in ihrer Entwicklung stärkt. 

Durch Lernlog erleben wir:

  • Strukturierte Lernplanung und -dokumentation, die Selbstverantwortung fördert.  

  • Individuelle Lernbegleitung und direktes Feedback, das Lernwege unterstützt statt nur zu kontrollieren.  

  • Eine Plattform, die Lernen zeit- und ortsunabhängig organisiert, aber immer in Beziehung zwischen Lehrkraft und Kind steht.  

Das entspricht genau dem, was wir an unserer Schule erreichen wollen: Lernen mit Kopf, Herz und Hand in einer digitalen wie menschlichen Lernlandschaft.

Das waren unsere Herausforderungen im Wandel und so haben wir sie gelöst  
Im Wandel hin zu einem zeitgemäßen, selbstgesteuerten Lernen standen wir vor mehreren Herausforderungen – und haben sie bewusst angenommen:

  • Struktur für offene Lernprozesse schaffen
    Offen, selbstorganisierte Lernformen brauchen Orientierung. Zu Beginn war es herausfordernd, Lernprozesse klar zu strukturieren und gleichzeitig Raum für Selbstbestimmung zu lassen. Lernlog hat uns hier geholfen, weil es ein digitales Logbuch bietet, in dem Kinder ihren Lernprozess planen, dokumentieren, reflektieren und so ihre Lernwege aktiv mitgestalten können. 

  • Individuelle Förderung im Blick behalten
    Jedes Kind ist anders – das zeigt sich besonders in offenen Lernsettings. Lernlog ermöglicht uns, Lernfortschritte transparent zu beobachten und gezielt Feedback zu geben, ohne den Lernfluss zu unterbrechen. Lehrkräfte sehen im Tool, wo Unterstützung nötig ist, und die Kinder wissen, woran sie gerade arbeiten. 

  • Kommunikation und Feedback neu denken
    Traditionelles Feedback im Unterricht war oft punktuell und klassisch. Mit Lernlog können wir Lernberatung und Rücksprachen direkt im Lernkontext dokumentieren und flexibel gestalten. Das schafft Kontinuität und sorgt dafür, dass Rückmeldungen echt wirksam werden. 

  • Digitale Transformation konkret gestalten
    Digitale Medien einzusetzen heißt nicht nur Geräte zu nutzen, sondern pädagogisch sinnvoll zu vernetzen. Lernlog ist für uns mehr als eine App. Es ist ein Ergebnis unserer Schulentwicklungsprozesse und gleichzeitig ein Werkzeug, das uns auf diesem Weg begleitet. Die Technologie begleitet unsere pädagogische Praxis, sie ersetzt sie nicht. 

Insgesamt erleben wir, dass Lernlog ein Brückenbauer zwischen pädagogischer Vision und konkreter Unterrichtspraxis ist: Es hilft uns, Lernprozesse sichtbar, strukturiert, persönlich begleitet und lernwirksam zu gestalten und das ganz im Sinne unserer Schule und der Lernenden selbst. 

Wie lernlog uns dabei unterstützt und/oder zukünftig unterstützen kann 
lernlog unterstützt uns dabei, selbstgesteuerte Lernprozesse sichtbar zu machen und die Lernzeit noch klarer zu strukturieren. Kinder können ihre Aufgaben, Ziele und Fortschritte an einem Ort bündeln und Lehrkräfte erhalten einen besseren Überblick, ohne ständig kontrollieren zu müssen.

Besonders hilfreich ist dabei, dass lernlog nicht nur „digitales Aufgabenheft“ ist, sondern die Lernenden beim Planen, Arbeiten und Reflektieren begleitet.

Zukünftig sehen wir großes Potenzial darin, Lernlog noch stärker als verbindendes Werkzeug zu nutzen: zur Lernberatung, zur Dokumentation von Lernwegen und zur Zusammenarbeit im Kollegium auch über Klassen hinweg.

Wer nutzt lernlog bei uns und wo bzw. wie setzen wir es ein?  
Wir nutzen lernlog vor allem in den Phasen, in denen Kinder eigenverantwortlich arbeiten:

  • im offenen Anfang

  • in der Wochenplanarbeit

  • in der freien Arbeit

  • und insgesamt in großen Teilen unserer selbstgesteuerten Lernzeit

lernlog hilft uns dabei, dass die Kinder ihre Aufgaben strukturiert vor Augen haben, ihren Lernprozess nachvollziehbar dokumentieren und zunehmend Verantwortung für ihr Lernen übernehmen. 

Wie viel Zeit wir brauchten, um mit lernlog effektiv arbeiten zu können  
Wir haben lernlog nicht „von heute auf morgen“ eingeführt, sondern es sukzessive aufgebaut.

Gerade am Anfang ist es natürlich Arbeit, Inhalte und Pläne einzupflegen und die Struktur aufzubauen. Gleichzeitig erleben wir: Wenn diese Grundlage einmal steht, ist lernlog im Alltag eine enorme Entlastung.

Besonders wertvoll ist, dass man Synergien nutzen kann: Inhalte lassen sich im Kollegium arbeitsteilig erstellen, weiterentwickeln und teilen. Dadurch entsteht mit der Zeit ein gemeinsamer Pool, von dem alle profitieren und die Arbeit wird leichter, statt mehr.

Unser Tipp: Das würden wir neueinsteigenden Schulen raten 
Unser wichtigster Tipp: Keinen Stress machen.

Der Einstieg darf klein sein – Hauptsache, man beginnt.

Wir empfehlen, die vorhandenen Energien im Kollegium zu nutzen, gemeinsam zu arbeiten und Schritt für Schritt zu wachsen. Vieles, was ohnehin schon an Materialien, Plänen und Strukturen vorhanden ist, kann man gut für lernlog nutzen und weiterentwickeln.

Wenn man sich erlaubt, in kleinen Schritten zu starten, entsteht schnell Motivation und das Tool entfaltet sein Potenzial genau dann, wenn man es im Alltag wirklich integriert.

Wir wollen Kinder an die Selbstständigkeit heranführen, wollen, dass sie selber Arbeitsschritte planen, überwachen , auch selbst regulieren können. Mit lernlog ist das  total motivierend für die Kinder. (Lehrkraft)

Also bei uns in der Klasse ist es so: Wir arbeiten jeden Morgen mit lernlog im offenen Anfang. (Schülerin)

Der offene Anfang mit lernlog als Planungstool ist so ein angenehmer, ritualisierter Start in den Tag bei uns. Die Kinder kennen das, sie wissen genau, was sie brauchen und legen dann los. (Lehrkraft)