Warum wir uns in Richtung neue Lern-/Lehrkultur verändern wollten
Schule muss den Herausforderungen der Gegenwart und insbesondere auch der Zukunft gerecht werden und den Schüler*innen entsprechende Kompetenzen mitgeben.
Zentrale Kompetenz ist hierbei die Fähigkeit zur Selbstbefähigung: Die Öffnung von Unterricht (orientiert am Churermodell), die Planung von Lernprozessen durch die Lernenden selbst und der Umgang mit Zukunftstechnologien sind hierbei die Stellschrauben unserer Bestrebungen (Churermodell: https://churermodell.ch/).
Das waren unsere Herausforderungen im Wandel und so haben wir sie gelöst
Änderungen benötigen immer auch Zustimmung. Wichtig war und ist es bei Schulentwicklungsvorhaben, einen breiten Konsens im Kollegium zu haben, wohin die Reise gehen soll. Partizipation der Schulgemeinschaft, Ideen und Mut aus dem Kollegium und die Unterstützung durch die Bezirksregierung Arnsberg, die ein Unterstützungsteam „Digitale Transformation“ bereitstellt, waren gute Ansatzpunkte, um den Wandel zu begleiten.
Wie lernlog uns dabei unterstützt und/oder zukünftig unterstützen kann
lernlog gibt Lernenden die Möglichkeit, ihr Lernen selbst zu organisieren und vor allem zu reflektieren. Es schafft für uns Lehrende die Möglichkeit, Beratung zielgerichtet und effizient umzusetzen. Gepaart mit der Öffnung des Unterrichts und der Unterrichtsformen entsteht ausreichend Raum für Beratungszeiten. Lehrende werden zu Lernbegleitenden.
Wie viel Zeit wir brauchten, um mit lernlog effektiv arbeiten zu können
Wir haben lernlog zunächst für knapp zwei Jahre exemplarisch in Pilotklassen erprobt. Hier war die technische Ausstattung (und natürlich die Bereitschaft einzelner Kolleg*innen) ausschlaggebend. Mit der voranschreitenden Vollausstattung und Weiterentwicklung von lernlog haben wir uns in diesem Schuljahr dazu entschieden, lernlog in den Jahrgängen 7 und 8 auszurollen.
Unser Tipp: Das würden wir neuen einsteigenden Schulen raten
Schafft eine Projektgruppe oder einen Jahrgang, der mit lernlog startet. Erprobt es und tretet als Multiplikator*innen in der Schule auf. Denkt den Einsatz von lernlog immer im Zusammenhang mit Unterrichtsentwicklung im Sinne der Öffnung des Unterrichts in Richtung projektorientierten Arbeitens.
Wer nutzt lernlog bei uns und wo setzen wir es ein?
lernlog wird in den Jahrgängen 7 und 8 eingesetzt. Es werden Lernzeiten geloggt, die im Wesentlichen an die Fächer Deutsch, Mathe und Englisch gekoppelt sind. Auch wird lernlog in anderen Fächern bzw. Unterrichtsszenarien eingesetzt. Ebenso werden Lernziele über längere Zeiträume gesetzt und reflektiert. Wichtig ist auch der Wochenrückblick, in dem es um das Lernen, aber auch um Dinge für die Beratung und Beziehungsarbeit sowie das Wohlbefinden der Schüler*innen geht.
Die Entscheidung liegt hierbei bei den Klassenleitungen und Hauptfachlehrer*innen. Die Schulsozialarbeit ist ebenfalls in den Beratungsprozess eingebunden und hat Zugriff auf den lernlog der Schüler*innen.